Die Mama zieht um und nimmt ihren Sohn mit

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Die Mama zieht um und nimmt ihren Sohn mit

thori 28.01.2026 13:41
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Hallo zusammen!


Ich weiß nicht mehr weiter. Ich lebe mit meiner ehemaligen Partnerin und ihrem 5,5 jährigen Sohn seit 15 Jahren zusammen und seit gut 9 Jahren in einer WG. Sie ist alleinerziehend, der Vater lebt im Ausland und hat keinen Kontakt - bis auf gelegentliche Instagram Nachrichten / E-Mails. 


Bei dem Kleinen besteht der Verdacht auf eine ADHS - vielleicht ist er auch "nur" hochsensibel. Er haut uns, schreit, beschimft, macht seine Spielsachen kaputt - ganz schlimm wird es wenn er müde wird.

Seit der Feststellung einer evtl. vorhandenen ADHS (eine Diagnose wollte man aufgrund des Alters noch nicht abschließend stelle) bekommt er durch das Frühförderzentrum und durch die LVR entsprechende Unterstützung, in Form von Heilpädagogik und Ergo wobei die Heilpädagogik im nächsten Monat beginnen soll - Ergotherapie erhält er seit 12 Wochen.


Seit Dezember weiß ich, dass sie beabsichtig, mit ihrem Sohn zu ihrer Mutter in die alte Heimat zurückzukehren - ich selber kann berufsbedingt nicht mitkommen. Der Umzug soll im Mai erfolgen.


Derzeit besucht er eine Kita mit über 120 Kindern in einem offenen Konzept - eindeutig die falsche Kita für ihn. Oft braucht er eine Pause/Ruhephase und die gibt es noch nicht.

Basisleistung I wurde genehmigt, würde aber erst im kommenden Kita-Jahr zum tragen kommen.

Mit der Kita Leitung gab es schon einige Unterredungen und man ist bemüht, auf die Bedürfnisse des Jungen so gut es gehen einzugehen.

Am neuen Wohnort sind in der Kita 3 Gruppen mit insgesamt um die 50 Kinder, wobei die älteren Kinder nicht mit den 1-2jährigen in Kontakt kommen, so dass es dort nur 2 Gruppen gibt, mit denen er in Kontakt kommen würde mit jeweils 20 Kindern - wesentlich besser für den Jungen und seine Bedürfnisse.


Kita und Schule sind nicht, wie hier, fussläufig erreichbar und auch gibt es in der nahen Umgebung keinen Spielplatz und auch sieht man dort sehr selten spielende Kinder. Sicherlich gibt es Kinder in dem Ort aber nicht in der Nähe. Es gibt in dem Ort genau einen "Spielplatz" und der besteht aus einem Sandkasten und einer Schaukel. Möchte man richtige Spielplätze aufsuchen, muss man schon mit dem Auto - später mit dem Rad - dorthin fahren.

Hier trifft er auf den Spielplätzen immer mal wieder Freund/Bekannte aus der Kita - das würde es am neuen Wohnort nicht geben. Die Mutter müsste sich immer verabreden, was dann auch nur nach der Kita oder am Wochenende möglich wäre.


Die Mutter selber gibt an, an Depressionen zu leiden aufgrund der Entfernung zur Familie und weil sie hier keine Freunde hat. Leider hat sie es bislang noch nicht geschafft, mit jemandem darüber zu reden und ihr Hilfe zu suchen. Sie denkt, wenn sie wieder zurück in der Heimat ist, dass es ihr besser gehen würde.


Ich mache mir große Sorgen um den Kleinen, dass dieser Umzug bei ihm nicht etwas Negatives auslösen wird.

Hier hat er sein ihm bekanntes Umfeld, hier sind seine Freunde. Die Umgebung am neuen Wohnort kennt er nicht. Er kennt seine Oma und auch seine dort lebenden Großeltern aber immer nur für eine kurze Zeit als Besuch.

Ich habe schon versucht mit ihr zu sprechen aber sie sieht in allem nur meine eigene Angst, den Jungen zu verlieren und das würde irgendwann darauf hinauslaufen, da ich ihn am neuen Ort nur alle 4 Wochen besuchen kann.


Ist meine Sorge berechtigt oder übertreibe ich und denke wirklich nur egoistisch?


Ich hoffe, der lange Text wirkt nicht abschreckend - vielleicht teilt ihr mir eure Meinungen dazu mit.

Danke!